Medienfachwirt – Krisensicher in der Medienlandschaft

Der Beruf Medienfachwirt gilt als Erweiterung und Zusatzqualifikation eines Berufes aus der Digital-, Print- und Medienbranche. Du hast dich immer schon mal gefragt, welche Aufstiegsmöglichkeiten es als Mediengestalter gibt? Du sehnst dich vielleicht nach mehr Verantwortung, einem besserem Gehalt und abwechslungsreicheren Tätigkeiten zum klassischen Mediengestalter?

Nun, mit einer Weiterbildung zum Fachwirt in Medien (Digital oder Print) qualifizierst du dich für einen Abschluss, der dem eines Meistertitels entspricht. Die Weiterbildung ist bundeseinheitlich reglementiert und schließt mit der offiziellen Prüfung vor einer Prüfungskommission der Industrie- und Handelskammer ab. Die Prüfung kannst du dabei in zwei Bereichen absolvieren. Zum einen zum geprüften Medienfachwirt Print und zum anderen zum geprüften Medienfachwirt Digital. Bis vor wenigen Jahren gab es außerdem noch die Fachrichtungen „Audiovisuelle Medien“ und „Veranstaltungstechnik“. Diese beiden Weiterbildungen können mittlerweile in separaten Ausbildungen erworben werden.

Willkommen im Abenteuer Medienfachwirt

medienfachwirt weiterbildungWelche besonderen Informationen gilt es nun zu beachten? Grundsätzlich gilt: Wenn Du Dich entscheidest, deine Qualifikation und Fähigkeiten für den Arbeitsmarkt durch eine Weiterbildung auszubauen, dann macht sich das in deinem Lebenslauf immer gut! Damit beweist Du, dass Dir Dein Beruf wichtig ist und du zusätzlich bereit bist Zeit dafür zu investieren. Außerdem erkennt ein Personalmanager darin auch deine Fähigkeit Ziel- und Zukunftsorientiert zu handeln mit dem Wunsch deine eigene Karriere voran zu treiben. Dies sind alles Eigenschaften die für deinen Beruf unabdingbar sind und dich für Aufgaben mit mehr Verantwortung qualifizieren.

Voraussetzung

Damit du deinen beruflichen Werdegang mit einer Medienfachwirt Ausbildung fortsetzen kannst musst du zunächst bereits einen anerkannten Berufsabschluss in der Druck- und Medienwirtschaft gemacht haben. Ausnahme ist, wenn du neben einen erfolgreich abgeschlossenen Ausbildungsberuf (egal welcher Wahl) eine mindestens einjährige Tätigkeit in der Druck- und Medienwirtschaft nachweisen kannst. Zudem musst du eine mindestens vierjährige einschlägige Berufspraxis nachweisen.

Sind diese Voraussetzungen gegeben kannst du entweder in Teilzeit neben der Arbeit oder in verkürzter Vollzeit dich zum Fachwirt weiterbilden. Die Dauer hängt dabei von dem jeweiligem Lehrinstitut ab. Auch wenn ein Weiterbildungskurs in Teil- oder Vollzeit absolut zu empfehlen ist, so ist es grundsätzlich auch möglich sich eigenständig für die Abschlussprüfung bei der zuständigen Handelskammer anzumelden und abzulegen. Allerdings erspart dir der zweite Weg leider nicht den (teilweise sehr anspruchsvollen) Lernaufwand.

Gehalt als Medienfachwirt

Der Meistertitel als Medienfachwirt bietet dir eine ganze Reihe von Möglichkeiten und Anreizen in der Digital-, Print- und Medienwelt. So richtet sich unter anderem ein Medienfachwirt Gehalt, je nach Berufserfahrung und Verantwortungsbereich, zwischen 36.000 und 50.000 Euro brutto im Jahr. Zusätzliche Vergütungen, Zulagen und Sonderzahlungen sind ebenfalls denkbar und abhängig von deinem Arbeitgeber und deinem Verhandlungsgeschick.

Einsatzbereiche und Arbeitsumgebung

Als Medienfachwirt übernimmst du i.d.R. schnell Führungsverantwortung für Mitarbeiter, bist also ein Stück weit auch im Personalmanagement verantwortlich. Auf der anderen Seite pflegst du Kundenkontakte bzw. akquirierst Neukunden und sorgst für den Erfolg des Projektes.

Wie in der Medienbranche gilt allgemein: Die Arbeitsumgebung kann stark variieren, je nach Fachrichtung, Einsatzort und Arbeitgeber. So finden sich Medienwirte zum Beispiel in der Planung und Organisation von Printmedien wieder also bei z.B. regional, oder überregional herausgegebenen Zeitungen. Auch bei Film und Fernsehen sind Medienfachwirte gefragt und geschätzt. Oder warum nicht mal internationale Luft schnuppern? Auch im Ausland werden deutsche Medienfachwirte immer mal wieder gerne gesucht und eingestellt. Zu guter letzt berechtigt dich der Meistertitel (auch ohne Abitur) zu einem Studium an einer Universität oder Fachhochschule.

Berufliche Inhalte

Als Ergänzung zum typischen Mediengestalter stellt der Medienfachwirt das Bindeglied zwischen Organisationstalent und Kreativität dar. Wem würde es nicht schmeicheln, wenn eine Zeitschrift oder Tageszeitung herausgegeben wird an deren Gestaltung in Layout und Inhalt du aktiv mitgewirkt hast. Oder dein Wirken bezieht sich auf digitale Medien oder der Produktion von Fernsehshows und/oder Filmen oder, oder, oder.. Ein besonderen Anreiz liefert sicher auch der Bereich der Tricktechnik. Dort bietet sich dir die gesamte Bandbreite vom Onlinegame bis hin zum Animationsfilm an. Die Weiterbildung zum Medienfachwirt legt neben Verantwortung im Design ebenfalls wichtige Schwerpunkte im kaufmännischen Bereich und verlangt bestimmte betriebswirtschaftliche Kenntnisse. So könnten z.B. Budgetverwaltung oder Personaleinsatzplanungen ebenfalls du deinem Tätigkeitsprofil gehören.

Zukunft

Im Zuge der immer größer werdenden Bedeutung der Medien in unserer Gesellschaft, musst du Dir als Medienfachwirt wohl keine Sorgen um Deine berufliche Zukunft machen. Aufgrund stetig neuer Herausforderungen und Arbeitsfelder in der Medienlandschaft kann dieser Beruf durchaus als Krisensicher eingestuft werden. Daher frage ich dich: Wer wenn nicht du? Wann wenn nicht jetzt? Wenn du über eine Veränderung und zusätzlichen Qualifikation und Weiterbildung innerhalb der Medienbranche nachdenkst, dann könnte der Fachwirt genau die richtige Entscheidung für dich sein.

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One Response to Medienfachwirt – Krisensicher in der Medienlandschaft

  1. Ray sagt:

    Theoretisch muss man als Zugangsvoraussetzung für die Fortbildung zum Medienfachwirt nicht einmal eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen. Es reicht der Nachweis einer vierjährigen Tätigkeit. Das könnte also z.B. eine Arbeit als talentierte Hilfgrafikerin sein. Ob man die ja nicht sooo leichte Aufstiegsfortbildung damit schafft, ist natürlich eine andere Frage.

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